Öko-Test nimmt Katzenfutter unter die Lupe

Katzenfutter unter der LupeWer seine Katze ausschließlich mit Fertigfutter versorgt, kann sich nicht immer sicher sein, dass er seinem Liebsten mit dem gewählten Katzenfutter auch wirklich das Beste antut.

Industrienahrung muss den natürlichen Speiseplan der Katze ersetzen, und dieser besteht nebst Mäusen und Vögeln auch aus Fischen, kleineren Reptilien oder Insekten. Dabei sind Katzen wenig zimperlich was Knochen, Knorpel, Fell oder Innereien ihres natürlichen Katzenfutters angeht. Viele Katzenliebhaber schwören daher auf ihre eigenen Katzenfutter-Rezepturen, um ihre Samtpfoten mit annähernd naturgetreuen Minaralien, Kohlehydraten, Vitaminen oder Fetten versorgen zu können. Im häufigsten Fall wird jedoch auf ein industrielles Katzenfutter zurückgeriffen.

Dabei gibt es selbst im Premiumbereich jedoch große Qualitätsunterschiede über die sich Katzenbesitzer häufig nicht bewusst sind. Die Zeitschrift Öko-Test (10/2005) hat aus diesem Grund 17 verschiedene Katzenfutter getestet, wobei vier dieser Produkte mit “sehr gut”, zehn mit “gut” und drei Fertig-Katzenfutter-Produkte mit der Note “ausreichend” bewertet wurden.
Trotz eines Benotungsgefälles der einzelnen Marken, zeigt die Untersuchung, dass in allen getesteten, sogenannten “Alleinfuttermitteln”, die erforderlichen Nährstoffe enthalten sind, die Industrie jedoch durchweg nach dem Motto: “viel hilft viel” verfährt. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass in allen Produkten neben zu viel Vitamin A vor allem Mineralstoffe, wie Phosphor und Kalzium, überdosiert waren. Dabei kann eine Überdosierung von Vitamin A zu Skelettschäden und zu viel Phosphor zur Bildung von Harnsteinen bei der Katze führen. Auch das Mengenverhältnis einzelner Minaralstoffe ist für das dauerhafte Wohlergehen der Hauskatze von Relevanz. So konnte im portionierten Schälchen der Discountemarke Julia Premium ein ungünstiges Verhältnis von Phosphor und Kalzium nachgewiesen werden, womit der Katze auf Dauer Skelettschäden drohen.
Ein zusätzlicher Mangel bei allen Produkten waren die Angaben auf der Produktverpackung. Der unwissende Käufer wird hierbei nicht über die genaue Zusammensetzung oder die Qualität einzelner Nährstoffe unterrichtet, statt dessen wird beispielsweise nur der Wassergehalt angegeben, der allgemein bei Katzen-Feuchtfutter bei ca. 80% und bei Katzen-Trockenfutter bei 8% bis 10% liegt.
Manfred Coenens zieht aus der Untersuchung Bilanz: “Der Test zeigt, was wir immer wieder beanstanden: die unnötige übertriebene Mineralisierung. ”
Im Fazit lässt sich festhalten, dass industriell hergestelltes Katzenfutter zwar alle notwendigen Nährstoffe enthält, so dass Katzenbesitzer nicht gezwungen sind, mit einer eigenen Mäusezucht zu beginnen, die Produzenten jedoch beherzigen sollten, dass “weniger auch manchmal mehr ist”.
Die vollständige Auswertung des Katzenfutter - Test finden Sie hier.

3 Reaktionen zu “Öko-Test nimmt Katzenfutter unter die Lupe”

  1. Spielkind

    Hi,
    danke für den Link zum Ökotest. Muss ich wohl jetzt mal lesen, nach dem ich nun weiss, was so in meinem Trockenfutter enthalten ist

    dat Spielkind

  2. Spielkind

    Whiskas - Zucker fürs Auge?…

    Da ich sehr kritisch geworden bin bei Nahrungsmittel die ich esse, habe ich mir gedacht, das müsste ich nun auch bei meinen Katzen sein.
    Beide lieben Whiskas. Ob da wirklich Zusatzstoffe drin sind, die Katzen nach diesem Produkt süchtig machen, weis…

  3. kitty

    ich suche immernoch das perfekte katzenfutter….ich wollten
    whiskas weil man viele gute sachen gesagt hat aber jetzt habe ích es und jetzt solls wieder ungesund sein ich suche wieder nach gutem katzenfutter

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