Taurin für die Katze
Im Gegensatz zu Hunden und Menschen ist es Katzen unmöglich, Taurin aus der Aminosäure Cystein selber herzustellen, sie müssen es aus der Nahrung aufnehmen. Taurin ist lebenswichtig für die Katze, so ist es unter anderem an der neuronalen Vernetzung des Gehirns im Wachstum beteiligt und reguliert die Calcium-Zufuhr im Herzen und somit den Herzschlag. Ein Mangel führt zu Blindheit, Unfruchtbarkeit, Wachstumsstörungen, Deformationen der Wirbelsäule und einer Störung des Immunsystems. Mittlerweile ist auch die so genannte „Dilatative Kardiomyopathie“, eine Versteifung des Herzmuskels, als Folge eines langjährigen Taurin-Mangelzustands bekannt.
Die empfohlene Taurinmenge für eine Katze liegt bei 250 bis 500 mg pro Tag. Diese Menge kann sie in der freien Natur ohne Probleme aufnehmen, denn die Maus ist das taurinhaltigste landlebende Tier (240mg/100g) - nimmt eine Katze sieben bis zehn Mäuse am Tag zu sich, hat sie ihren Taurinbedarf so schon gedeckt. In purem Fleisch ist der Tauringehalt sehr unterschiedlich: Mageres Rindfleisch erhält fast enthält fast doppelt so viel Taurin wie eine Schweineleber. In Dosenfutter dagegen war das hitzeempfindliche Taurin oft zerstört, nicht alle Hersteller fügen ihren Futterprodukten Taurin hinzu - auch die hochwertigen Futtersorten unterschreiten die Bedarfswerte der Katze so enorm.
Doch was kann der Katzenfreund tun, um seine Katze zu unterstützen und mit ausreichend Taurin zu versorgen? Die Lösung sind spezielle Taurin-Pulver für Katzen, die jedoch sauer reagieren und aus diesem Grund nur in Wasser aufgelöst verabreicht werden sollten. Die geschmackslose Lösung wird über das Futter gegossen auch von sensiblen Katzen ohne Probleme gefressen.
Taurin gibt es in verschiedenen BARF-Shops und als “Felini Taurin” auch bei zooplus.