Kohlenhydrate - Katzenfutter Lexikon

Kohlenhydrate KatzenfutterObwohl an sich keine Kohlenhydrate benötigt werden, sind sie doch den meisten Futtermitteln zugesetzt. Ihr Anteil beträgt bei Feuchtfutter 0 bis 30 Prozent, Trockenfutter enthalten zwischen 30 und 60 Prozent. Den größten Anteil macht hierbei die Stärke aus, die allein dazu dient dem Tier Energie zuzuführen. Daneben liegen auch unverdauliche Kohlenhydrate im Futter vor, welche als Ballaststoffe von Bedeutung sind. Diese unlöslichen Fasern unterstützen die Darmmotorik. Hauptquelle der verdaulichen Kohlenhydrate, vergären und tragen zu Schutz der Darmwände bei, sind verschiedene Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen, Hafer, Gerste, Möhren, Melasse, Erbsen und Kartoffeln. Die im Futter vorliegenden Faserstoffe werden aus Rübenschnitzeln, Reiskleie, Apfel- und Tomatentrester, Erdnußschalen, Zitrustrester, Hafer- und Weizenkleie sowie Zellulose gewonnen.

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  1. Tastentier

    Katzen sind Raubtiere. Ihr Verdauungssystem ist auf die Verwertung von Proteinen und Fetten eingestellt; daran haben sich unsere Hauskatzen und ihre Vorfahren im Laufe von Hunderttausenden von Jahren angepasst. Fleisch ist daher das einzig sinnvolle Nahrungsmittel für sie. Pflanzliche (kohlenhydrathaltige) Kost nehmen Katzen in der Natur nur in vorverdauter Form zu sich, in Form des Magen- und Darminhaltes von erbeuteten Nagetieren.
    Füttert man eine Katze mit komplexen Kohlenhydraten wie z.B. Stärke, die nicht bereits von Enzymen aufgespalten wurden, kommt es in der Tat zu einem Vergärungsprozess im Darm der Katze, der von Darmbakterien ausgelöst wird. Dies trägt jedoch nicht zum Schutz der Darmwände bei, wie vom Autor behauptet, sondern schädigt diese.

    Darmbakterien produzieren bei der Metabolisation von komplexen Kohlenhydraten gewebeschädigende Säuren. Treten diese Säuren in großen Mengen auf, kommt es zu Gewebeschädigungen und Entzündungen (beim Menschen als Morbus Crohn und Colitis Ulcerose bekannt).
    Der Darm reagiert mit der verstärkten Bildung von schleimproduzierenden Becherzellen - in der Tat eine Schutzfunktion, jedoch schränkt die dadurch entstehende dicke Schleimschicht die Nährstoffaufnahme des Darms enorm ein. Es werden weniger Nährstoffe aufgenommen, wodurch mehr Nahrung für Darmbakterien übrigbleibt, welche sich bei diesem Überangebot über das normale Maß hinaus vermehren, was dann wiederum den Säureangriff verstärkt.

    Die eingeschränkte Nahrungsverwertung durch das veränderte Darmmilieu führt zu Mangelerscheinungen. Zudem wird ein Teil der (von Bakterien bei der Verwertung von Kohlenhydraten produzierten) Säuren vom Darm aufgenommen und gelangt in die Blutbahn, was unter anderem die Entstehung von rheumatischen Krankheiten begünstigt.
    Zudem schädigt die falsche Ernährung den Zahnschmelz der Katze, da sich kohlenhydratverdauende Bakterien auch in der Munschleimhaut ansiedeln. Hier kommt es zu genau demselben Prozess, einem Vergärungsprozess der Essensreste mit Säure als Abfallprodukt. Säure, die den Zahnschmelz angreift und Karies verursacht. Wildlebende Katzen, die sich artgerecht von Fleisch ernähren, haben äußerst selten Probleme mit Karies.

    Fazit: Um eine Katze gesund zu erhalten und vor Zivilisationskrankheiten zu bewahren, bedarf es einer artgerechten Ernährung. Die einzig artgerechte Nahrung eines Raubtiers ist Fisch und Fleisch (jedoch möglichst kein Schweinefleisch und nur wenig Rindfleisch; Geflügel und/oder Pferdefleisch ist die beste Wahl). Plus gelegentlich ein wenig Gras bei Verstopfung durch verschluckte Haare. Kohlenhydrate werden von der Tierfutterindustrie in erster Linie verwendet, weil sie billig sind; keine wildlebende Katze würde Apfel-Kerngehäuse oder Erdnußschalen zu sich nehmen. Wer seine Katze liebt, gibt ihr kein industriell hergestelltes Futter.

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