Vitaminzusätze in Katzenfutter
Brauchen unsere Tiere zusätzliche Vitamine wirklich?
Infektionsprophylaxe, Antioxidantien und Anti-Aging-Faktoren sind Schlagworte, die auch immer häufiger mit der Gesundheit unserer Haustiere in Zusammenhang gebracht werden. Doch sind Vitaminpräparate wirklich sinnvoll?
Abhängig von der Tierart
Jede Tierart hat ihren ganz spezifischen Bedarf an Nährstoffen und Vitaminen, auf die sie bei der täglichen Nahrungsaufnahme angewiesen ist. Im Gegensatz zu Hunden können Katzen aus Beta-Karotin kein Vitamin A bilden und müssen folglich Vitamin A mit dem Futter zu sich nehmen. Hunde können Vitamin A sowohl aus der Vorstufe Beta-Karotin selbst herstellen, als auch aus der Nahrung direkt verwerten.
Auf das tägliche Futter kommt es an

Alle im Handel erhältlichen Fertigfutter, die als Alleinfutter bezeichnet werden, müssen den gesamten Nährstoffbedarf der jeweiligen Tierart laut Futtermittelverordnung vollständig abdecken. Das bezieht sich nicht nur auf Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß, sondern auch auf Mineralstoffe und Vitamine. Allerdings gibt es, je nachdem ob es sich um Premium- oder Billigfutter handelt, gewisse qualitative Unterschiede.
Wann sind zusätzliche Vitamine sinnvoll?
Je nachdem, ob eine bestimmte Lebensphase oder eine chronische Erkrankung vorliegen kann eine Anpassung der Vitaminversorgung sinnvoll sein. Am besten geschieht dies mit einem Alleinfutter, das auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt ist - das also alle Futterbestandteile in der richtigen Zusammensetzung enthält. Es kommt nicht nur auf die Zufuhr der einzelnen Nährstoffe, sondern auch auf das Verhältnis untereinander an.

Auch in der Rekonvaleszenzphase, d.h. nach schweren Erkrankungen und Operationen oder bei besonderem Stress, können zusätzliche Vitamine gesundheitsfördernd sein. Übrigens scheinen natürliche Vitamine, z.B. aus Obst, Salat, Gemüse und Fisch etc. auch bei Tieren besser wirksam zu sein als künstliche Vitamine.
Allerdings reicht der Gehalt an natürlichen Vitaminen � z.B. bei überlagerten Lebensmitteln manchmal nicht aus. Und Katzen verschmähen meist auch in Lebenssituationen mit erhöhtem Vitaminbedarf so gesunde Dinge wie Obst und Gemüse. Hier helfen dann nur katzengerechte Vitaminzubereitungen.
Doch Vorsicht - es gilt nicht: “viel hilft viel”
Die übermäßige Versorgung mit bestimmten Vitaminen kann mehr Probleme mit sich bringen, als man denkt. So sind z.B. Vergiftungen durch zuviel Vitamin A und Vitamin D häufiger anzutreffen, als ein Mangel hieran, da diese Vitamine im Körper gespeichert werden. Gerade ältere Tiere, die meist eine eingeschränkte Nieren- und Stoffwechselfunktion besitzen, kommen mit einer unausgewogenen Vitaminzufuhr schlechter zurecht - denn alle Nährstoffe, die der Körper nicht benötigt, müssen ja wieder ausgeschieden werden. Der Stoffwechsel jüngerer, gesunder Tiere hat kein Problem, überschüssige Stoffe abzubauen und auszuscheiden. Der Organismus eines kranken oder alten Tieres kann hierdurch aber überlastetet werden.
Grundsätzlich gilt:
Am besten geben Sie Ihrem Tier ohne vorherige Absprache mit dem Tierarzt keine vitaminhaltigen Ergänzungspräparate, da diese in der Regel eher schädlich als nützlich sind.
Am 15. Februar 2007 um 17:27 Uhr
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