Archiv der Kategorie ‘Wissenswertes‘

Öko-Test nimmt Katzenfutter unter die Lupe

Donnerstag, den 26. Juni 2008

Katzenfutter unter der LupeWer seine Katze ausschließlich mit Fertigfutter versorgt, kann sich nicht immer sicher sein, dass er seinem Liebsten mit dem gewählten Katzenfutter auch wirklich das Beste antut.

Industrienahrung muss den natürlichen Speiseplan der Katze ersetzen, und dieser besteht nebst Mäusen und Vögeln auch aus Fischen, kleineren Reptilien oder Insekten. Dabei sind Katzen wenig zimperlich was Knochen, Knorpel, Fell oder Innereien ihres natürlichen Katzenfutters angeht. Viele Katzenliebhaber schwören daher auf ihre eigenen Katzenfutter-Rezepturen, um ihre Samtpfoten mit annähernd naturgetreuen Minaralien, Kohlehydraten, Vitaminen oder Fetten versorgen zu können. Im häufigsten Fall wird jedoch auf ein industrielles Katzenfutter zurückgeriffen.

Dabei gibt es selbst im Premiumbereich jedoch große Qualitätsunterschiede über die sich Katzenbesitzer häufig nicht bewusst sind. Die Zeitschrift Öko-Test (10/2005) hat aus diesem Grund 17 verschiedene Katzenfutter getestet, wobei vier dieser Produkte mit “sehr gut”, zehn mit “gut” und drei Fertig-Katzenfutter-Produkte mit der Note “ausreichend” bewertet wurden.
Trotz eines Benotungsgefälles der einzelnen Marken, zeigt die Untersuchung, dass in allen getesteten, sogenannten “Alleinfuttermitteln”, die erforderlichen Nährstoffe enthalten sind, die Industrie jedoch durchweg nach dem Motto: “viel hilft viel” verfährt. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass in allen Produkten neben zu viel Vitamin A vor allem Mineralstoffe, wie Phosphor und Kalzium, überdosiert waren. Dabei kann eine Überdosierung von Vitamin A zu Skelettschäden und zu viel Phosphor zur Bildung von Harnsteinen bei der Katze führen. Auch das Mengenverhältnis einzelner Minaralstoffe ist für das dauerhafte Wohlergehen der Hauskatze von Relevanz. So konnte im portionierten Schälchen der Discountemarke Julia Premium ein ungünstiges Verhältnis von Phosphor und Kalzium nachgewiesen werden, womit der Katze auf Dauer Skelettschäden drohen.
Ein zusätzlicher Mangel bei allen Produkten waren die Angaben auf der Produktverpackung. Der unwissende Käufer wird hierbei nicht über die genaue Zusammensetzung oder die Qualität einzelner Nährstoffe unterrichtet, statt dessen wird beispielsweise nur der Wassergehalt angegeben, der allgemein bei Katzen-Feuchtfutter bei ca. 80% und bei Katzen-Trockenfutter bei 8% bis 10% liegt.
Manfred Coenens zieht aus der Untersuchung Bilanz: “Der Test zeigt, was wir immer wieder beanstanden: die unnötige übertriebene Mineralisierung. ”
Im Fazit lässt sich festhalten, dass industriell hergestelltes Katzenfutter zwar alle notwendigen Nährstoffe enthält, so dass Katzenbesitzer nicht gezwungen sind, mit einer eigenen Mäusezucht zu beginnen, die Produzenten jedoch beherzigen sollten, dass “weniger auch manchmal mehr ist”.
Die vollständige Auswertung des Katzenfutter - Test finden Sie hier.

Milch und Mäuse - Katzenfutter info

Dienstag, den 24. Juli 2007

Katze MilchEin wenig Milch zum Trinken und dazu viele Mäuse: Für viele Katzen auf den Bauernhöfen ist das die übliche Kost.

Ausgewogen ist diese Art der Fütterung nicht, und die Stubentiger würden sich über ein paar Extras freuen: Zum Beispiel über kleingeschnittenes Fleisch, über eine Dose Katzenfutter oder auch über Trockenfutter.
“Man kann eine Katze durchaus nur mit Trockenfutter ernähren. Besonders im Sommer bringt diese Ernährung einige Vorteile, weil das Verderben des Futters so gut wie wegfällt.
Bei Katzen ist es außerdem wichtig, dass genügend Trinkwasser zur Verfügung steht. Katzen haben oft ganz eigene Trinkgewohnheiten. Oft werden eigene Gefäße bevorzugt. Beobachten Sie Ihre Katze, woraus sie am liebsten trinkt.”

Die Maus ein Muss?
“Katzen brauchen keine Mäuse. Es geht hier aber auch um das Jagdvergnügen. Bei Mäusen besteht immer die Gefahr der Übertragung eines Bandwurms. Man kann es der Katze, wenn sie Freigänger ist, aber nicht verbieten. Darum sollte man bei der Entwurmung besonders aufmerksam sein.”

Ein Fisch für die Katze?
Auch Fisch wird von Katzen gerne gefressen. Die Zeichentrickfilme mit der Katze vor dem Aquarium verursachen auch immer wieder einen Schmunzler.
“Man kann seiner Katze auch einen Fisch füttern. Man sollte jedoch auf die Gräten aupassen. Nicht alle Katzen kauen ausreichend. Gerade wenn es sehr gut schmeckt, wird der Fisch schnell runtergeschluckt. Katzen, die normalerweise nur Trockenfutter bekommen, können dann auch mit Verdauungsproblemen reagieren.”

Milch mit Wasser verdünnt.
Außerdem sollte man noch beachten, dass Milch für Katzen nicht ideal ist und sollte wenn, dann nur gewässert angeboten werden.

Den ganzen Artikel von ooe@orf.at finden sie hier

Weitere interessante Katzenfutter Artiklen finden sie auch im Katzenfutter Test.

Futterzusammensetztung bei Katzenfutter

Montag, den 23. Juli 2007

Katzenfoto Kohlenhydrate
Obwohl an sich keine Kohlenhydrate benötigt werden, sind sie doch den meisten Futtermitteln zugesetzt. Ihr Anteil beträgt bei Feuchtfutter 0 bis 30 Prozent, Trockenfutter enthalten zwischen 30 und 60 Prozent. Den größten Anteil macht hierbei die Stärke aus,die allein dazu dient dem Tier Energie zuzuführen. Daneben liegen auch unverdauliche Kohlenhydrate im Futter vor, welche als Ballaststoffe von Bedeutung sind. Diese unlöslichen Fasern unterstützen die Darmmotorik. Hauptquelle der verdaulichen Kohlenhydrate,vergären und tragen zu Schutz der Darmwände bei, sind verschiedene Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen, Hafer, Gerste, Möhren, Melasse, Erbsen und Kartoffeln.

Die im Futter vorliegenden Faserstoffe werden aus Rübenschnitzeln, Reiskleie, Apfel- und Tomatentrester, Erdnußschalen, Zitrustrester, Hafer- und Weizenkleie sowie Zellulose gewonnen.

Fette
Bei Katzen ist der benötigte Anteil essentieller Fettsäuren zu beachten. Etwa 5 bis 7 Prozent der Energie des Futters soll hierbei durch Linolsäure gedeckt werden. 0,04 bis 0,1 Prozent der Energie soll auf Arachidonsäure entfallen. Am häufigsten sind Hühner- und Geflügelfette im Katzenfutter enthalten. Pflanzliche Fettquellen stellen Mais-, Saflor- und Sojaöl dar.Üblicherweise liegt der Fettanteil eines Katzenfutters zwischen 5 und 15 Prozent. Infolge der hohen Energiedichte der Fette enthält dieser Nahrungsbestandteil etwa 40 Prozent der Kalorien des Futters.

Proteine
Katzen benötigen wesentlich mehr Proteine als andere domestizierte Haussäugetiere. Experimentell wurde nachgewiesen, dass bei Jungkatzen ein befriedigendes Wachstum erst ab einem Proteingehalt möglich ist, der bei 30 Prozent der Trockensubstanz des Futters liegt. Für erwachsene Tiere liegt dieser Wert etwa bei 26 Prozent. Die in das Futter eingearbeiteten Proteine können sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs sein, wobei die tierischen Proteine als höherwertig eingestuft werden. Häufige tierische Proteinquellen sind: Rind, Huhn, Geflügelnebenprodukte, Geflügelmehl, getrocknete Eier, Fisch, Fischmehl, Fleischmehl, Knochenmehl und Fleischnebenprodukte.

Als “Nebenprodukte” werden Inhaltsstoffe bezeichnet, in die neben dem namensgebenden Hauptinhaltsstoff sekundäre Produkte beigefügt sind (als Geflügelnebenprodukte werden zum Beispiel die Kadaverteile geschlachteten Geflügels bezeichnet, wenn sie Knochen, Köpfe, Füße oder Eingeweide enthalten).

Als pflanzliche Proteinquellen werden verwendet: Maiskleber, Sojaprodukte, Luzernegrünmehl, getrocknete Bierhefe, Leinsamenmehl und Weizenkeime.

BedarfArgininKatzenfutter Foto
Die Aminosäure Arginin ist für Katzen lebenslang essentiell, da sie vom Organismus nicht in ausreichendem Maße synthetisiert werden kann. Neben ihrer Bedeutung für die Neubildung von Proteinen ist sie ein unentbehrlicher Bestandteil des Harnstoffzyklus, der bei Katzen infolge der mit der hohen Proteinverwertung anfallenden großen Menge an Ammoniak ein besonders wichtiger Stoffwechselweg ist. Bereits auf eine einzige argininfreie Mahlzeit reagiert der Katzenorganismus mit einer schweren Hyperammonämie, die über die Symptome Erbrechen, Ataxie, Hyperästhesie und tetanische Krämpfe bis hin zum Koma und Tod führen können. Der Argininbedarf einer jungen Katze beträgt 1,1 Prozent der Trockensubstanz des Futters.

Taurin
Katzen sind nur zur Synthese kleiner Mengen an Taurin in der Lage. Diese niedrige de-novo-Synthese ist auch für Menschen, einige Affenarten, Kaninchen und Meerschweinchen bekannt. Dass es bei diesen Arten nicht zu einem Mangel kommt, liegt in ihrem vergleichsweise niedrigen Bedarf begründet. Katzen benötigen infolge der Tatsache, dass ihre Gallensalze ausschließlich mit Taurin gebildet werden, einen wesentlich höheren Anteil dieser Aminosäure, um den Verlust mit der Fäzes auszugleichen. Mangelzustände äußern sich im Wesentlichen in zwei klinischen Syndromen. Neben der Möglichkeit der Ausbildung einer dilatativen Kardiomyopathie (DCM oder DKMP) ist dies die zentrale Retinadegeneration der Katze (feline central retinal degeneration, FCRD). Der empfohlene Gehalt an Taurin beträgt 1000 mg pro Kilogramm Trockenfutter und 2500 mg pro Kilogramm Feuchtfutter, wobei sich die unterschiedlichen Angaben im bei Fütterung mit Feuchtfutter erhöhten Bedarf der Tiere begründet.

Methionin
Die Aminosäure Methionin kann von Katzen nicht synthetisiert werden und ist daher zum Aufbau von Körperproteinen und zur Phospholipidsynthese im Zuge der Fettverdauung essentiell. Der Bedarf liegt bei etwa 1,6 g pro 1000 kcal verdauliche Energie.

Katzenfutter FotoNikotinsäure
Es besteht ein hoher Bedarf an Nicotinsäure, da dieses Vitamin durch einen hohen Bedarf an Tryptophan zur Synthese von Picolinsäure sonst nicht ausreichend gebildet werden kann. Praktisch tritt hier jedoch kein Mangel auf, da tierische Gewebe ausreichende Mengen an Nikotinsäure enthalten.

Weitere Inhaltsstoffe
Wie jedes Säugetier benötigen Katzen zur dauerhaften Aufrechterhaltung der Gesundheit Vitamine, Mengenelemente und Spurenelemente. In industriell hergestellten Futtermitteln werden daneben Konservierungsstoffe eingesetzt, um die Haltbarkeit des Produktes zu gewährleisten. Karamelisierter Zucker dient der - ausschließlich für den Katzenhalter bedeutsamen - optischen und geruchlichen Präsentation des Futters und als Weichmacher.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel “Katzenfutter” aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Wichtige Näherstoffe für Katzen

Donnerstag, den 5. Juli 2007

Hoher Proteingehalt aus viel frischem Fleisch:
Katzen sind von Natur aus Fleischfresser und keine Vegetarier, ihr kurzer Verdauungstrakt ist angepasst auf eine fleischbasierte, proteinreiche und zugleich kohlendyratarme Nahrung. Katzen sind dabei sehr effektiv in der Nutzung von Proteinen als Energiequelle.Nur ein fleischbasiertes Futter sichert die optimale Gesundheit und Vitalität Ihrer Katze. Aktuelle Studien zeigen, dass sich ein höherer Proteingehalt auch vorteilhaft auf die Nierenfunktion auswirkt. Erkrankungen der Niere werden hierbei mit der Qualität der Proteinquelle in Verbindung gebracht.

Kein Getreide, geringer Gehalt an Kohlenhydraten:
Getreide ist eine billige Energie- und Proteinquelle in Katzenfutter, Katzen sind es von Natur aus aber nicht gewohnt, Getreide zu fressen, sie haben einen sehr geringen biologischen Bedarf an Kohlenhydraten. Zahlreiche Tierärzte sehen Getreide im Katzenfutter als Ursache für Gesundheitsprobleme, der hohe Kohlenhydratgehalt in Getreide kann zu Übergewicht, Diabetes, Verdauungsproblemen und anderen Erkrankungen führen.

Gesunde Früchte und Gemüse aus Kanada:

* Äpfel: liefern Pflanzenfasern für eine gesunde Verdauung und sind reich an Phytonutrients mit antioxidativen, zellschützenden Eigenschaften
* Cranberries: können Harnwegserkrankungen vorbeugen und enthalten Anthocyane, die Sehvorgänge verbessern und entzündungshemmend und gefäßschützend wirken
* Spinat: mit Vitamin A und C, enthält auch Lutein und Flavonoide mit zell- und krebsschützenden Eigenschaften
* Gedünstete Kartoffeln: sind nahrhaft und enthalten B-Vitamine und Vitamin C sowie Mineralstoffe
* Strauchtomaten: enthalten gesundheitsfördernde Vitamine und starke Antioxidantien wie Beta-Carotine und Lycopene
* Karotten: enthalten Beta-Carotine, die im Körper in Vitamin A umgewandelt werden
* Seetang: enthält 12 Vitamine, 21 Aminosäuren und über 60 Mineralstoffe und Spurenelemente

Gesundheitsfördernde Pflanzen:
Katzen wählen in der Natur instinktiv Gräser und Pflanzen aus, die ihr Wohlbefinden fördern.

* Eibischwurzel, Wegwarte und Flohsamen: liefern lösliche Ballaststoffe für einen gesunden Verdauungstrakt, Eibisch wirkt außerdem entzündungshemmend
* Klettenwurzel und Mariendiestel: schützen und stärken die Leber, Klettenwurzel enthält außerdem Fructo-Oligosaccharide (FOS), die als Präbiotikum zu einer gesunden Darmflora beitragen
* Fenchelsamen und Kamillenblüten: unterstützen die Verdauung
* Ringelblume: enthält zellschützendes Lutein und kann Blutzuckerschwankungen reduzieren

5. Probiotika:
erhalten das gesunde Gleichgewicht der Darmflora, fördern das Immunsystem und stärken die Abwehrkräfte

6. Essentielle Fettsäuren:
aus Hühnerfett, Lachs- und Sonnenblumenöl sorgen für gesunde Haut und glänzendes Fell

7. Proteinate:
Mineralstoffe und Spurenelemente in natürlicher, organisch gebundener Form für eine bessere Bioverfügbarkeit

8. Glukosamin und Chondroitin:
tragen zum Schutz des Knorpelgewebes bei und sorgen so für gesunde Gelenke

9. L-Carnitin:

Katzenfutter Test - WDR Fernsehen

Montag, den 18. Juni 2007

Im Auftrag von „Tiere suchen ein Zuhause“ wurden sieben Dosen- und drei Trockenfutter unterschiedlicher Hersteller als anonymisierte Proben in der Tierärztlichen Hochschule Hannover untersucht und einem Katzenfutter Test unterzogen. Im Institut für Lebensmittelkunde, Fleischhygiene und -technologie wurde auf histologischem Wege in den Dosenfuttern analysiert, welche Gewebe in welchen Mengen bestimmbar sind. Im Institut für Tierernährung wurden alle Proben chemisch analysiert, um die Menge an verdaulichem Protein, Mineralien, Mengen- und Spurenelementen zu bestimmen. Die Redaktion interessierte, ob es Qualitätsunterschiede gibt hinsichtlich der Rohstoffauswahl, der Nährstoffzusammensetzung und wie das Preis-Leistungs-Verhältnis ist.

Liste der Katzenfutter-Proben
Probe Produkt   Hersteller
A Nutro Huhn
Trockenfutter
  Nutro Products Inc., USA
B Royal Canin Fit 32
Trockenfutter
  Royal Canin, Frankreich
C Friskies Huhn/Ente
Trockenfutter
  Friskies GmbH, Euskirchen
D Whiskas Geflügel   Effem GmbH, Verden
E Animonda
Leber/Geflügel
  Animonda GmbH, Bad Iburg
F Felix
Kaninchen/Huhn
  Friskies GmbH, Euskirchen
G Iams Huhn   Iams Company, USA/Ohio
H Kitekat Huhn   Effem GmbH, Verden
I Sheba
Hühnerhäppchen
  Effem GmbH, Verden
J Animonda
Shah Geflügel
  Aldi, Gesuna Nahrungsmittel GmbH,
Euskirchen
 

Was sind Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse?
Will man wissen, von welchen Tierarten die verwendeten Rohstoffe stammen, bleibt ein Fragezeichen. Hinter „Fleisch“ und „tierischen Nebenerzeugnissen“ kann sich vielerlei verbergen.
Grundsätzlich werden nur Schlachtabfälle verarbeitet – also Material von Tieren, die auch für den menschlichen Verzehr bestimmt sind. Von Tieren, die in Tierkörper-Beseitigungsanstalten entsorgt werden, wird kein Fleisch beziehungsweise Tiermehl verwendet. Auch haben sich die Hersteller verpflichtet, kein Risikomaterial – Rückenmark und Gehirn – zu verarbeiten.
Fleisch ist nicht nur Muskelfleisch von Rücken, Bauch, Brust und Beinen, sondern auch alles andere wie Binde- und Sehnengewebe, Schleimhaut, Schwarte sowie Fettgewebe. Tierische Nebenerzeugnisse sind Innereien, Knorpel, Knochen und Blut. Am teuersten als Rohstoff ist Muskelfleisch. Qualitätsstufen gibt es nur für Produkte, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind:

* Spitzenqualität: schieres, mageres, sehnen- und fettgewebefreies Fleisch.
* Normalqualität: Fleisch wie gewachsen, von groben Sehnen und Depotgewebe befreites Fleisch.
* Einfachqualität: sehnen- und fettgewebereiches Fleisch.
* Formfleisch ist eine Brätmasse, die aus stark zerkleinertem Fleisch hergestellt wird, das – wenn überhaupt – nur zu geringem Anteil Muskelfleisch enthält. Formfleisch hat eine fleischwurstähnliche Konsistenz und weist überhaupt keine Faserstruktur wie Muskelfleisch auf.

Was eine Katze braucht
Katzen sind Beutetierfresser. Sie können im Gegensatz zu Hunden, die wie Menschen Fleischfresser sind, auf Fleisch nicht verzichten. Im Verhältnis zum Körpergewicht ist der Proteinbedarf einer Katze siebenmal höher als der des Menschen. Die essentielle Aminosäure Taurin ist in tierischen Geweben vorhanden. Hunde können diese Aminosäure selber bilden, Katzen nicht. Darum darf man auf keinen Fall Hundefutter an Katzen verfüttern, da sie dadurch Taurinmangel erleiden können. Mit zehn Mäusen am Tag hätte eine Katze alles, was sie braucht: Fleisch, Getreide, Pflanzen, Mineralien, Spurenelemente, Fette und Vitamine. In Zahlen ausgedrückt:

Eiweiß in der Trockenmasse mindestens 25 %
Fett in der Trockenmasse mindestens 10 %
Asche in der Trockenmasse höchstens 5 %
Energiebedarf 1.500 kJ (300 kJ je Kilogramm Körpergewicht)
Verdauliches Rohprotein 22 g
Kalzium 0,5 g (für eine 5-Kilogramm-Katze)
Magnesium 0,06 g
Phosphor 0,35 g
Natrium 0,4 g
Kupfer 0,5 mg
Zink 5 mg
Eisen 7,5 mg
Mangan 0,5 mg

Fazit
Die Nährstoffgehalte beziehungsweise die Nährstoffe-Energie-Relationen sind in den teureren Produkten nicht per se günstiger als in den preiswerteren. Merke: Das teuerste Futter ist nicht unbedingt besser als das billigste.

Bei den Trockenfuttern:
* Verdauliches Rohprotein ist mit 17 g/mJ pro Mengeneinheit günstig angeordnet.
* Mengen- und Spurenelemente sind bedarfsgerecht. Ausnahme ist die Probe A. Hier sind Kupfer- und Zinkkonzentrationen höher als nach den futtermittelrechtlichen Bestimmungen für Alleinfutter zulässig ist.
* Die Kosten liegen enger zusammen als bei den Feuchtfuttern und sind preisgünstiger. Am günstigsten ist die Probe C mit 0,20 Euro/mJ pro Mengeneinheit, am teuersten Probe B mit 0,46 Euro/mJ pro Mengeneinheit.

Qualitätsabschätzung
Nach verfügbaren Verfahren, das heißt ohne Testfütterung, ist der Futterwert der Produkte nur bedingt zu ermitteln. Die entsprechende Schätzfunktion zur Verdaulichkeit und zu den Energiegehalten sind jedoch ein brauchbares Hilfsmittel. Danach handelt es sich auf der Basis der chemischen Analyse bei den zehn getesteten Produkten um gut verdauliche Futtermittel.

Fazit
Als Käufer ist es schwierig, die Qualität eines Futters einzuschätzen. Wer sich die Mühe machen will, kann den Preis pro umsetzbarer Energie beziehungsweise pro Tagesportion berechnen, um vielleicht einmal zu prüfen, wie viel selbst zubereitetes Futter im Vergleich kostet. Bei diesem hat man den Vorteil, genau zu wissen, was drin ist. In den beiden nachfolgend genannten Büchern finden sich dafür Rezepte. Sein Tier ausgewogen zu ernähren, erfordert Sachkenntnisse. Es mit den Resten der eigenen Mahlzeiten zu füttern, ist auf keinen Fall anzuraten.
Im Beitrag haben wir drei industriell gefertigte Futter mit einem selbst gekochten verglichen. Die Mengenangaben bezogen sich jeweils auf die Herstellerempfehlungen für eine rund 5 Kilogramm schwere Katze:

60 g Friskies rund 0,3 Euro (Wassergehalt 10 Prozent)
170 g Iams rund 0,6 Euro (Wassergehalt 77 Prozent)
circa 120 g selbst gekocht rund 1 Euro
400 g Sheba rund 2 Euro (Wassergehalt 83 Prozent)

Erstaunliches Fazit
Industrielles Futter kann teurer als hausgemachtes sein, das die teureren Zutaten (schieres Fleisch) enthält.
Auf alle Fälle kann man dem eigenen Tier anmerken, ob das Futter schlecht gewählt ist: Blähungen, Fress-Unlust sowie schlechte Kotbeschaffenheit sind deutliche Indikatoren.

Weitere Katzenfutter Testberichte finden sie hier.

Den ganzen Artikel zum Katzenfutter Test finden sie hier

Detaillierte Informationen in Tabellenform finden sie hier

Katzenfutter Test - HR

Freitag, den 18. Mai 2007

Die Testkriterien der HR Sendung “Service Trends”

Energie:
Katzen haben einen hohen Eiweißbedarf. Um festzustellen, ob und wie effektiv die Katze das Eiweiß verwerten kann, wird ein Eiweiß–Energie-Verhältnis ermittelt. Unser Test ergibt, dass alle Produkte ausreichend viel Energie beinhalten. Jedoch ist der Eiweißanteil in fast allen Katzenfuttern zu hoch. Dadurch kann beispielsweise die Niere belastet werden. “Julia” und “Ja!” übertreffen dabei den Eiweiß-Sollwert am stärksten. “Hill‘s Science Plan” hingegen hat das beste Eiweiß-Energieverhältnis, deshalb gibt es den ersten Rang.

Mineralstoffe/Spurenelemente:
Katzenfutter sollte den Bedarf an Phosphor, Kupfer, Zink und Kalzium ausreichend abdecken. Dabei sollte immer mehr Kalzium enthalten sein als Phosphor, das Verhältnis beträgt idealer Weise 1:1 bis 2:1. Diese Anforderungen hat als einziges Produkt “Hill‘s Science Plan” nicht erfüllt. Füttert man über eine längere Zeit Produkte mit zu hohen Phosphorwerten, kann das zu Knochenschäden führen, die Niere belasten und Harnstein verursachen. Bei “Kitekat” und “Sheba” lagen die Zinkwerte unterhalb der Bedarfsgrenze. Zinkmangel kann bei Jungtieren zu Wachstumsmangel führen, generell können dadurch Fell- und Hautprobleme ausgelöst werden. Kupfer war bei allen Testkandidaten im Gleichgewicht.

Vitamin A:Katzenfutter
Alle getesteten Produkte enthalten ausreichend viel Vitamin A. Die meisten übertreffen die Sollwerte sogar, am stärksten “Julia”. Zuviel Vitamin A kann zur Verkalkung des Skelettes führen und am Ende sogar zu einem Rundbuckel. Die Gefahr: Katzen können sich dann nicht mehr selbst putzen. Auch struppiges Fell und ein insgesamt schlechter Zustand der Katze sind ein Merkmal für einen zu hohen Vitamin A-Pegel. Letztlich wird das Tier dadurch vergiftet.

Verpackung:
Bis auf eine wurden alle Verpackungen mit “sehr gut” getestet. Lediglich “Julia” erhielt ein “befriedigend”. Das liegt laut Test-Institut daran, dass auf dieser Verpackung keine genauen Angaben zu finden sind, in welchen Mengen und wie oft gefüttert werden soll.

Das Ergebnis:

Produkt: Energie
(MJ/kg):
Miner./
Spurenel.*:
Vit. A: Verpackung: Endnote:
Kitekat 3,5
(2. Rang)
- zu hoch sehr gut befried.
Whiskas 3,7
(3. Rang)
+ ok sehr gut gut
Sheba 4,0
(3. Rang)
- zu hoch sehr gut gut
Hill’s 5,0
(1. Rang)
- zu hoch sehr gut befried.
Opticat 4,2
(3. Rang)
+ zu hoch sehr gut gut
Cachet 4,2
(3. Rang)
+ ok sehr gut sehr gut
Ja! 3,1
(6. Rang)
+ zu hoch sehr gut gut
Saphir 3,6
(4. Rang)
+ ok sehr gut sehr gut
Julia 2,9
(6. Rang)
+ viel zu hoch befried. ausr.
Felix 4,0
(2. Rang)
+ ok sehr gut sehr gut

Den ganzen Testbericht können sie hier lesen.

Katzenfutter info - Katzenfutter- Unverträglichkeit

Freitag, den 11. Mai 2007

Magensensibilität bei der Katze

Etwa zwei Drittel aller Katzenbesitzer sind der Meinung, ihr Tier leide mehr oder minder stark unter einer Futtermittelunverträglichkeit, die sich auf das Allgemeinbefinden und vor allem auf Haut und Fellqualität auswirkt. In nur etwa einem Viertel aller Fälle jedoch äußert sich eine Intoleranz gegenüber einem Katzenfutter oder Futterbestandteil durch wiederholt auftretendes Erbrechen und/oder Durchfall. Zu unterscheiden ist diese Unverträglichkeit von einer echten Allergie, das heißt von einer Reaktion, die durch das Immunsystems ausgelöst wird.

Unverträglichkeiten

Bei Unverträglichkeiten kann meist der Körper einen oder mehrere Katzenfutterbestandteile nicht richtig verdauen. Ein häufiger und von Katzenbesitzern meist verkannter Faktor ist hierbei die Lactose (Milchzucker). Erwachsene Katzen können die Lactose oftmals nicht verwerten, es kommt zu massiven Durchfällen. Entgegen landläufiger Meinung ist es nicht nötig, erwachsenen Katzen Milch anzubieten.

Altersbedingte Erscheinungen

Meist sind die Besitzer erstaunt darüber, dass bislang gut vertragene Katzenfutter nicht mehr toleriert werden. Dies kann ein altersbedingter Prozess sein, wie bei der Lactose oder eine sich langsam entwickelnde Intoleranz aufgrund einer sich ändernden Enzymaktivität im Verdauungstrakt. Mit anderen Worten, bestimmte Inhaltsstoffe können nicht mehr richtig umgesetzt werden. Manchmal reicht schon eine einmalige Aufnahme des auslösenden Bestandteils aus, um eine unerwünschte Reaktion des Körpers hervorzurufen.

Zu häufiger Futterwechsel

Auch ein häufiger oder gar täglicher Wechsel der Futterkonsistenz, also zwischen Nass- und Trockenfutter wird oft nur schlecht von Katzen vertragen und resultiert in wiederkehrenden Durchfällen. Man sollte versuchen, bei einer Herstellungsform zu bleiben. Um der Naschhaftigkeit vieler Katzen entgegenzukommen, bietet sich ein Wechsel der Geschmacksvarietäten an.

In schweren Fällen mit ihrer Katze zum Tierarzt

Meist ist die Verzweiflung der Besitzer über bestehenden Juckreiz oder häufigen Durchfall ebenso groß wie die Ratlosigkeit, geeignete Gegenmaßnahmen betreffend! In Fällen massiver Symptomatik ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich. In milderen Fällen sollte man die oben genannten Kriterien durchgehen oder eine Art “Fütterungstagebuch” erstellen, um Anhaltspunkte zu gewinnen und die Fütterung anpassen zu können.

Wenige, gut verdauliche Proteinquellen

Wichtigster Schritt bei einer Fütterung mit kommerziellem Futter bei magensensiblen Katzen sollte die Wahl eines Katzenfutters sein, das nur eine, maximal zwei gut verdauliche Proteinquellen hat, die wenig allergen wirken und die der Organismus möglichst noch nicht kennt. Diese Maßgaben erfüllt z.B. Hill´s Sensitive Stomach, das als Proteinquelle nur Hühnerfleisch enthält. Die Kohlenhydrate werden von leicht verdaulichem Reis geliefert. Das heißt, der Körper wird nicht mit einer Vielzahl unterschiedlicher Eiweiße überfrachtet und durch Vitamin E als Antioxidans in seiner Immunabwehr unterstützt.

Artikel von Dr. med. vet. Kirsten Thorstensen

Katzenfutter Info - Umstellung

Freitag, den 4. Mai 2007

Mit viel Geduld ans Ziel
Die Umstellung der Katze auf ein neues Katzenfutter ist nicht ganz einfach, mit etwas Geduld klappt es jedoch. Ein großer Fehler ist, der Katze einfach von heute auf morgen neues Katzenfutter vor die Nase zu stellen und dann gleich wieder aufzugeben, weil sie es nicht sofort frisst.

Fehler bei der Umstellung
Selbst wenn Ihre Katze das neue Futter fressen würde, wäre diese Methode nicht richtig. Stellt man eine Katze von schwer verdaulichem auf hochverdauliches Futter von wesentlich besserer Qualität um, so ist dies vor allem für das Verdauungssystem eine große Belastung. Führt man die Umstellung zu schnell durch, so kann es zu Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung kommen.

Schrittweise umstellen
Man sollte schrittweise und langsam vorgehen, damit sich der Organismus auf schonende Art und Weise auf das neue Katzenfutter einstellen kann. Es gibt Katzen, bei denen dauert die Umstellung nur wenige Tage, besonders heikle Vertreter hingegen können sich schon einmal 2 - 3 Wochen Zeit lassen.

Wie vorgehen?
Man fängt an, indem man zuerst eine sehr kleine Menge des neuen Katzenfutters unter das Alte mischt und dann von Tag zu Tag bzw. alle paar Tage diese Menge langsam erhöht, bis die Katze nur noch das neue Futter im Napf hat. Gerade zu Anfang ist Konsequenz sehr wichtig. Man darf sich nicht von großen Kulleraugen erweichen lassen, sondern muss das “Misch-Futter” ganz konsequent stehen lassen. Spätestens wenn der Magen richtig knurrt, fressen die meisten Katzen dann doch.

Wenn die Katze das Katzenfutter nicht anrührt
Aber selbst, wenn die Katze das Futter den ganzen Tag nicht anrührt, darf man nicht schwach werden. Es gibt Exemplare, die sind so hartnäckig, dass sie sogar 2 oder 3 Tage lang gar nichts fressen. Aber auch eine solche “Hungerkur” hört sich zwar brutal an, schadet der Katze aber gesundheitlich nicht und wird gut verkraftet. Das ist allerdings die Ausnahme. Die meisten Katzen akzeptieren das neue Futter mit der “Untermisch-Methode” ganz gut, man muss nur langsam vorgehen.

Artikel mit freundlicher Unterstützung von www.hurricane-und-co.de

Katzenfutter Info - Warum fressen Katzen Gras?

Montag, den 23. April 2007

Neue Erkenntnisse zu einer bemerkenswerten Verhaltensweise

Katzenfutter Gras Jeder Katzenbesitzer hat sicher schon einmal beobachtet, wie sein Liebling im Garten vor einem Grasbüschel sitzt und gedankenverloren auf einem langen Halm kaut. Auch Katzenhalter, deren Tiere keine Freigang haben und nur in der Wohnung leben, kennen diese Verhaltensweise von angeknabberten Zimmerpflanzen. Gerade bei diesen ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, weil manch harmlose Pflanze für Katzen unverträglich, ja sogar giftig ist.

Vorsicht vor giftigen Zimmerpflanzen

Leider ist nicht bei allen Katzen der Instinkt, welche Pflanze sie fressen können, ausreichend ausgebildet. Deshalb ist es sinnvoll, als Katzenhalter auf bestimmte Zimmerpflanzen zu verzichten oder sie wenigstens katzensicher aufzustellen. Nicht zu vergessen seien hier auch die Schnittpflanzen, die nicht dauernd im Haus sind, aber doch ab und zu in Blumensträußen Einzug halten.

Beispiele unverträglicher Pflanzen

Azaleen, Buchsbaum, Christrose, Chrysanthemen, Edelweiß, Efeu, Farne, Fingerhut, Geranien, Ginster, Goldregen, Hahnenfußgewächse, Hortensien, Hyacinthen, Krokus, Lebensbaum, Liliengewächse, z.B. Iris, Schwertlilien, Lorbeer (auch als Gewürz), Löwenzahn, Lupinen, Magnolien, Maiglöckchen, Märzenbecher, Mistel, Nachtschattengewächse, z.B. Tomaten, Nelken, Orchideen, Osterglocken, Primeln, Schneeglöckchen, Stechpalme, Tabakpflanzen, Tulpen, Usambaraveilchen, Waldmeister, Weihnachtsstern, Wolfsmilchgewächse, Zwiebelgewächse

Warum fressen Katzen Gras?

Eine recht populäre Erklärung für die Gras fressende Katze ist, dass die Tiere das Gras als Verdauungshilfe benötigen, z.B. um die bei der Fellpflege verschluckten Haarballen auszuscheiden. Diese Annahme stützt sich vor allem auf die Beobachtung, dass Katzen oft direkt nach dem Grasverzehr erbrechen und dabei häufig auch nicht unerhebliche Mengen zusammen mit Haaren zum Vorschein kommen.

Gras als Ballaststofflieferant?Katzenfutter Katzengras

Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Katzen schon vor dem Genuss der Grashalme nicht wohl gefühlt haben und das Erbrechen nicht in direkten Zusammenhang zu bringen ist. Sie sehen in der Aufnahme von Grashalmen den Versuch der Katze, ihre Ernährung mit Ballaststoffen anzureichern. Gegen diese These spricht, dass die Menge der aufgenommenen Grashalme gering ist, so dass es sich wohl kaum um eine nennenswerte Menge an Ballaststoffen handeln dürfte.

Gras als Lieferant lebenswichtiger Stoffe?

Die neueste Erklärung für den Drang unserer Lieblinge nach Gras, ist die Aufnahmen chemischer Stoffe in winzigsten Mengen, die ihnen ihre fleischliche Kost nicht liefern kann. Hierbei soll es sich vor allem um das wasserlösliche Vitamin Folsäure handeln, welches für die Blutbildung unbedingt notwendig ist. Dafür spricht, dass die Katzen die Grashalme oft nicht ganz schlucken, sondern einfach nur auf ihnen herumkauen. Leidet die Katze unter Folsäuremangel, so wird ihr Wachstum beeinträchtigt und sie kann unter Blutarmut (Anämie) leiden. Deshalb sollten auch Katzen, die keinen Freigang erhalten, immer die Möglichkeit haben, Gras zu kauen. Wohnungskatzen kann man in einem kleinen Topf immer genügend davon bereithalten, oder spezielle Graszuchtschalen für Katzengras benutzen. Obwohl manche Zimmerpflanzen (z.B. Bambus) auch als “Behelfsgras” geeignet sind, sollte man diese Möglichkeit auf keinen Fall nutzen, da sie meist mit verschiedenen Chemikalien behandelt sind.

Artikel von Korinna Hovorka

Katzenfutter Info - Vitaminzusätze

Montag, den 9. April 2007

Brauchen unsere Tiere zusätzliche Vitamine im Katzenfutter wirklich?
Infektionsprophylaxe, Antioxidantien und Anti-Aging-Faktoren sind Schlagworte, die auch immer häufiger mit der Gesundheit unserer Haustiere in Zusammenhang gebracht werden. Doch sind Vitaminpräparate wirklich sinnvoll?

Abhängig von der Tierart

Jede Tierart hat ihren ganz spezifischen Bedarf an Nährstoffen und Vitaminen, auf die sie bei der täglichen Nahrungsaufnahme angewiesen ist. Im Gegensatz zu Hunden können Katzen aus Beta-Karotin kein Vitamin A bilden und müssen folglich Vitamin A mit dem Katzenfutter zu sich nehmen. Hunde können Vitamin A sowohl aus der Vorstufe Beta-Karotin selbst herstellen, als auch aus der Nahrung direkt verwerten.

Auf das tägliche Katzenfutter kommt es an

Alle im Handel erhältlichen Fertigfutter, die als Alleinfutter bezeichnet werden, müssen den gesamten Nährstoffbedarf der jeweiligen Tierart laut Futtermittelverordnung vollständig abdecken. Das bezieht sich nicht nur auf Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß, sondern auch auf Mineralstoffe und Vitamine. Allerdings gibt es, je nachdem ob es sich um Premium- oder Billigfutter handelt, gewisse qualitative Unterschiede.

Wann sind zusätzliche Vitamine im Katzenfutter sinnvoll?

Je nachdem, ob eine bestimmte Lebensphase oder eine chronische Erkrankung vorliegen kann eine Anpassung der Vitaminversorgung sinnvoll sein. Am besten geschieht dies mit einem Alleinfutter, das auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt ist - das also alle Futterbestandteile in der richtigen Zusammensetzung enthält. Es kommt nicht nur auf die Zufuhr der einzelnen Nährstoffe, sondern auch auf das Verhältnis untereinander an. Auch in der Rekonvaleszenzphase, d.h. nach schweren Erkrankungen und Operationen oder bei besonderem Stress, können zusätzliche Vitamine gesundheitsfördernd sein. Übrigens scheinen natürliche Vitamine, z.B. aus Obst, Salat, Gemüse und Fisch etc. auch bei Tieren besser wirksam zu sein als künstliche Vitamine. Allerdings reicht der Gehalt an natürlichen Vitaminen � z.B. bei überlagerten Lebensmitteln manchmal nicht aus. Und Katzen verschmähen meist auch in Lebenssituationen mit erhöhtem Vitaminbedarf so gesunde Dinge wie Obst und Gemüse. Hier helfen dann nur katzengerechte Vitaminzubereitungen im Katzenfutter.

Doch Vorsicht - es gilt nicht: “viel hilft viel”

Die übermäßige Versorgung mit bestimmten Vitaminen kann mehr Probleme mit sich bringen, als man denkt. So sind z.B. Vergiftungen durch zuviel Vitamin A und Vitamin D häufiger anzutreffen, als ein Mangel hieran, da diese Vitamine im Körper gespeichert werden. Gerade ältere Tiere, die meist eine eingeschränkte Nieren- und Stoffwechselfunktion besitzen, kommen mit einer unausgewogenen Vitaminzufuhr schlechter zurecht - denn alle Nährstoffe, die der Körper nicht benötigt, müssen ja wieder ausgeschieden werden. Der Stoffwechsel jüngerer, gesunder Tiere hat kein Problem, überschüssige Stoffe abzubauen und auszuscheiden. Der Organismus eines kranken oder alten Tieres kann hierdurch aber überlastetet werden.

Grundsätzlich gilt

Am besten geben Sie Ihrem Tier ohne vorherige Absprache mit dem Tierarzt keine vitaminhaltigen Ergänzungspräparate ins Katzenfutter, da diese in der Regel eher schädlich als nützlich sind.

Artikel von Dr. med. vet. Ruth Wissler

Regelmäßige Handgriffe halten die Samtpfote gesund - Katzenfutter info

Mittwoch, den 4. April 2007

Rundumpflege

So bleibt Ihre Katze gepflegt
Katzenwäsche - von wegen. Wer eine Samtpfote sein eigen nennt, weiß genau, dass es Katzen verstehen, sich stundenlang genüßlich, am liebestn nach dem Katzenfutter zu hegen und zu pflegen. Schon ab der dritten Lebenswoche beginnen sich Katzenkinder mit ihrer rauen Zunge, die ihnen als “Waschlappen” dient, ihre Vorderpfoten zu putzen.

Kurzhaarkatzen

Eine Kurzhaarkatze liebt es besonders, während des Fellwechsels verwöhnt zu werden. Helfen Sie ihr die lästigen abgestorbenen Haare loszuwerden, indem Sie sie während der Kuschelstunde richtig gut durchbürsten.

Ziehen Sie sich dabei einen Fellpflegehandschuh über eine Hand und streicheln Sie nach jedem Bürstenstrich ihr Fell. So können Sie auch verhindern, dass Ihre Katze beim Putzen zu viele Haare verschluckt und sich in ihrem Magen Haarballen bilden.

Viele Schmusekatzen lieben diese Prozedur und geben sich ihr schnurrend hin. Mit einem Fensterleder können Sie abschließend das Fell Ihrer Mieze noch auf “Hochglanz” bringen.

Langhaarkatzen

Langhaarkatzen müssen das ganze Jahr über, möglichst jeden Tag, gebürstet und einmal die Woche richtig gut durchgekämmt werden.

Achten Sie darauf, dass Sie bis zur Unterwolle gelangen, sonst sieht Ihre Mieze zwar von außen gepflegt aus, trägt aber auf der Haut eine Filzmatte mit sich herum. Von solch einem Fell muss die Katze dann durch das Scheren unter Vollnarkose beim Tierarzt erlöst werden.

Finden Sie während dieser Schönheitsstunden Parasiten im Fell, sollten Sie unbedingt zum Tierarzt gehen. Die kleinen Quälgeister können nämlich Krankheiten und Würmer übertragen. Entdecken Sie eine Zecke, die sich festgesaugt hat, beträufeln Sie den Schmarotzer zuerst mit Speise- oder Zeckenöl, um ihn dann nach einigen Minuten vorsichtig mit einer Zeckenzange herauszudrehen. Hierbei ist es ganz wichtig, dass der Kopf nicht steckenbleibt.

Ohren-Check

Kuschelt sich Ihre Schmusekatze mal wieder hingebungsvoll in Ihren Schoß, schauen Sie auch einmal in die Ohren. Ist der äußere, sichtbare Bereich der Ohrmuschel verschmutzt, säubern Sie ihn mit einem in warmes Wasser getunkten Wattebausch. Entdecken Sie dort jedoch oft dunkle Klümpchen und merken Sie, dass sich Ihre Katze oft kratzt und den Kopf schüttelt, sollten Sie zum Tierarzt gehen. Sie könnte von Ohrmilben geplagt werden.

Gebiss-Kontrolle

Damit Ihre Mieze auch morgen noch genüßlich zubeißen kann, gewöhnen Sie sie daran, dass Sie ab und zu ihr Gebiss kontrollieren. So können Zahnfleischentzündungen und Zahnsteinbildung schon frühzeitig behandelt werden. Gut geeignete “Katzenzahnbürsten” zur Vorbeugung sind Trockenfutter oder etwas anderes zum Kauen.

Krallen schneiden

Ihre Krallen halten Stubentiger gewöhnlich durch ausgiebiges Wetzen, z.B. an Obstbäumen, selber kurz. Es gibt jedoch auch einige kratzfaule Ausnahmen. Bevor Sie die Krallen Ihres Faulpelzes dann ein- bis zweimal im Jahr selber schneiden, lassen Sie sich die Prozedur am besten vom Tierarzt zeigen.

So toll gepflegt wird Ihre Samtpfote immer Ihre stolze anmutige Schönheitskönigin bleiben.

Artikel von Denise Krahé

Gutes Katzenfutter erkennen

Montag, den 19. März 2007

Nur das Beste Katzenfutter für Ihren Liebling!


Katze KatzenfutterGanz wichtig ist, dass sich auf der Katzenfutterpackung eine exakte Deklaration der Inhaltsstoffe, sowie eine “garantierte Analyse” befindet.
Unter den ersten vier Futterzutaten sollten hochverdauliche Eiweißlieferanten wie Huhn, Hühnerleber, Lamm oder Truthahn stehen. Das Katzenfutter sollte selbstverständlich frei von künstlichen Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffen sein.

Hohe Energiedichte und Verdaulichkeit

Desweiteren sollte die Fütterungsmenge gering sein, welches auf die hohe Energiedichte und Verdaulichkeit des Futters hindeutet. Die Futtermengen variieren von Sorte zu Sorte, wobei die Qualität des jeweiligen Katzenfutters die entscheidende Rolle spielt. Von qualitativ hochwertigem Futter mit hoher Verdaulichkeit (ca. 90 %) braucht eine Katze mit einem Durchschnittsgewicht von ca. 4 kg pro Tag lediglich 156 - 170 g, um mit allen essentiellen Nährstoffen versorgt zu werden. Wohingegen von einem weniger hochwertigen Futter 400g gefüttert werden müssen, um die Katze entsprechend zu ernähren. Das Futter sollte ebenfalls leicht verdauliche Fette enthalten, wie z. B. Hühner- oder Geflügelfett. (Schauen sie auch unsere Katzenfutter Test Verüffentlichungen an)

Artikel mit freundlicher Unterstützung von www.hurricane-und-co.de
Foto: Andrea Möller

Fertig- oder Frischfutter?

Mittwoch, den 14. März 2007

Falsches Futter macht die Katze krank

Die Grundnährstoffe für eine Katze sind Eiweiß, Fett und Kohlehydrate, dazu Vitamine und Mineralstoffe. Sie müssen in einem richtigen Verhältnis zueinander stehen und in ausreichender, nicht zu großer Menge gefüttert werden. Zuviel Futter macht die Katze dick, und zu einseitiges Futter macht sie wählerisch.

Vorteile von Fertignahrung

Bedeutend für die gesunde Ernährung Ihrer Katze ist eine ausgewogene Zusammensetzung des Futters. Die Nährstoffe in Fertigfutter - egal ob Trocken- oder Feuchtfutter in Dosen, Schalen oder Beuteln - sind in immer gleichbleibender Qualität aufeinander abgestimmt. Diese Zusammensetzung lässt sich am heimischen Herd oft gar nicht erreichen. Tiernahrungshersteller betreiben aufwendige Forschung, um die Erkenntnisse über den Nährstoffbedarf der Tiere immer auf dem neuesten Stand zu halten; in hauseigenen Laboratorien wird die Qualität der Produkte ständig überprüft.

Formen von Fertignahrung

Fertigfutter wird in verschiedenen Formen angeboten. Grundsätzlich lassen sich Feucht-und Trockenfutter voneinander unterscheiden.

Feuchtfutter

Feuchtes Katzenfutter ist in Dosen abgefüllte Vollwertnahrung und besteht aus einer Mischung von Muskelfleisch, Innereien oder verschiedenen Seefischen, dazu pflanzlichem Eiweiß, Getreide, Mineralstoffen und Vitaminen.

Trockenfutter

Trockenes Katzenfutter ist hochkonzentrierte Vollwertnahrung, dem bis auf etwa 10% das Wasser entzogen wurde. Katzen brauchen davon nur sehr wenig zu fressen, um ihren Futterbedarf zu stillen, dafür müssen sie umso mehr trinken. Beobachten Sie, wie viel die Katze von dem Wasser schlabbert, das Sie ihr hinstellen. Als Faustregel gilt: auf 100 g Trockenfutter 100 ml Wasser.

Katzenfutter für jede Situation

KatzeEgal ob Sie ein junges Kätzchen oder einen Katzenopa Ihr eigen nennen, eine Katze mit Harnsteinen oder einen übergewichtigen Kastraten, für beinahe jede Situation und jedes “Problem” gibt es heute ein speziell abgestimmtes Fertigfutter. Da ein und dasselbe Tier verschiedene Lebensabschnitte durchläuft in ganz unterschiedliche Situationen kommen kann (Krankheit, Trächtigkeit etc.), gibt es heute dieses breite Angebot an Fertigfutter.

Frisches Katzenfutter

Bei der Zubereitung von Frischfutter sollten Sie bedenken, dass die Gesundheit Ihrer Katze von ihrer ausgewogenen Ernährung abhängt. Nehmen Sie nur Zutaten, die Sie auch für sich verwenden würden. Und je naturbelassener die Nahrung ist, desto mehr lebensnotwendige Vitalstoffe bleiben wahrscheinlich erhalten. Von reiner Fleischfütterung ist jedoch abzuraten. Reines Muskelfleisch stellt zwar eine geeignete Proteinquelle dar, mit den meisten anderen Nährstoffen allerdings hapert es. Von den Mineralstoffen z.B. enthält Muskelfleisch verhältnismäßig viel Phosphor, dafür wenig Kalzium. Bestimmte Vitamine enthält es ebenfalls nicht ausreichend. Auch bezüglich der Kohlehydrate und - je nach Fleischsorte - Fette, erreicht man keine ausgewogene Ernährung. Selbst Katzen sind nicht für reine Fleischnahrung “konzipiert”. Wildkatzen tun sich ja auch nicht nur an den Muskeln gütlich, sondern verzehren ihre Beute buchstäblich mit “Haut und Haaren”. Diese ausgewogene Zusammenstellung in der heimischen Küche zu erreichen ist nicht einfach.

Wichtige Informationen für Selbstgekochtes Katzenfutter

KatzeBei der Zubereitung müssen bei den einzelnen Nahrungsmitteln einige Dinge berücksichtigt werden. So muss Schweinefleisch gekocht werden, weil hier die Gefahr der Krankheitsübertragung besteht, zum Beispiel der immer tödlich verlaufenden Aujeszkyschen Krankheit oder der Toxoplasmose. Außerdem können Parasiten oder Salmonellenerreger aufgenommen werden. Leber darf nicht ausschließlich verfüttert werden, da dies zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen kann. Die Folge davon sind zum Beispiel Knochenverformungen und Verkrüppelungen. Auch sollten keine Geflügelknochen verfüttert werden, da diese splittern und sich im Maul einspießen können.

Mit dem entsprechenden Wissen über die Gefahren bringt die Gabe von Frischnahrung sicherlich Abwechslung in den Speiseplan Ihrer Katze. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Katzen aufgrund ihrer hohen Ansprüche an die Zusammensetzung des Futters, vor allem bezüglich ihres hohen Bedarfs an der lebenswichtigen Aminosäure Taurin, die einfachste und meist beste Lösung die Gabe von Fertigfutter ist.

Artikel mit freundlicher Unterstützung des Hannoverschen-Katzen-Club e.V.
Fotos mit freundlicher Unterstützung von Adventuress Heart