Öko-Test nimmt Katzenfutter unter die Lupe
Donnerstag, den 26. Juni 2008
Wer seine Katze ausschließlich mit Fertigfutter versorgt, kann sich nicht immer sicher sein, dass er seinem Liebsten mit dem gewählten Katzenfutter auch wirklich das Beste antut.
Industrienahrung muss den natürlichen Speiseplan der Katze ersetzen, und dieser besteht nebst Mäusen und Vögeln auch aus Fischen, kleineren Reptilien oder Insekten. Dabei sind Katzen wenig zimperlich was Knochen, Knorpel, Fell oder Innereien ihres natürlichen Katzenfutters angeht. Viele Katzenliebhaber schwören daher auf ihre eigenen Katzenfutter-Rezepturen, um ihre Samtpfoten mit annähernd naturgetreuen Minaralien, Kohlehydraten, Vitaminen oder Fetten versorgen zu können. Im häufigsten Fall wird jedoch auf ein industrielles Katzenfutter zurückgeriffen.
Dabei gibt es selbst im Premiumbereich jedoch große Qualitätsunterschiede über die sich Katzenbesitzer häufig nicht bewusst sind. Die Zeitschrift Öko-Test (10/2005) hat aus diesem Grund 17 verschiedene Katzenfutter getestet, wobei vier dieser Produkte mit “sehr gut”, zehn mit “gut” und drei Fertig-Katzenfutter-Produkte mit der Note “ausreichend” bewertet wurden.
Trotz eines Benotungsgefälles der einzelnen Marken, zeigt die Untersuchung, dass in allen getesteten, sogenannten “Alleinfuttermitteln”, die erforderlichen Nährstoffe enthalten sind, die Industrie jedoch durchweg nach dem Motto: “viel hilft viel” verfährt. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass in allen Produkten neben zu viel Vitamin A vor allem Mineralstoffe, wie Phosphor und Kalzium, überdosiert waren. Dabei kann eine Überdosierung von Vitamin A zu Skelettschäden und zu viel Phosphor zur Bildung von Harnsteinen bei der Katze führen. Auch das Mengenverhältnis einzelner Minaralstoffe ist für das dauerhafte Wohlergehen der Hauskatze von Relevanz. So konnte im portionierten Schälchen der Discountemarke Julia Premium ein ungünstiges Verhältnis von Phosphor und Kalzium nachgewiesen werden, womit der Katze auf Dauer Skelettschäden drohen.
Ein zusätzlicher Mangel bei allen Produkten waren die Angaben auf der Produktverpackung. Der unwissende Käufer wird hierbei nicht über die genaue Zusammensetzung oder die Qualität einzelner Nährstoffe unterrichtet, statt dessen wird beispielsweise nur der Wassergehalt angegeben, der allgemein bei Katzen-Feuchtfutter bei ca. 80% und bei Katzen-Trockenfutter bei 8% bis 10% liegt.
Manfred Coenens zieht aus der Untersuchung Bilanz: “Der Test zeigt, was wir immer wieder beanstanden: die unnötige übertriebene Mineralisierung. ”
Im Fazit lässt sich festhalten, dass industriell hergestelltes Katzenfutter zwar alle notwendigen Nährstoffe enthält, so dass Katzenbesitzer nicht gezwungen sind, mit einer eigenen Mäusezucht zu beginnen, die Produzenten jedoch beherzigen sollten, dass “weniger auch manchmal mehr ist”.
Die vollständige Auswertung des Katzenfutter - Test finden Sie hier.

Kohlenhydrate
Nikotinsäure
Katzenfutter sollte den Bedarf an Phosphor, Kupfer, Zink und Kalzium ausreichend abdecken. Dabei sollte immer mehr Kalzium enthalten sein als Phosphor, das Verhältnis beträgt idealer Weise 1:1 bis 2:1. Diese Anforderungen hat als einziges Produkt “
Jeder Katzenbesitzer hat sicher schon einmal beobachtet, wie sein Liebling im Garten vor einem Grasbüschel sitzt und gedankenverloren auf einem langen Halm kaut. Auch Katzenhalter, deren Tiere keine Freigang haben und nur in der Wohnung leben, kennen diese Verhaltensweise von angeknabberten Zimmerpflanzen. Gerade bei diesen ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, weil manch harmlose Pflanze für Katzen unverträglich, ja sogar giftig ist.
Ganz wichtig ist, dass sich auf der Katzenfutterpackung eine exakte Deklaration der Inhaltsstoffe, sowie eine “garantierte Analyse” befindet.
Bedeutend für die gesunde Ernährung Ihrer Katze ist eine ausgewogene Zusammensetzung des Futters. Die Nährstoffe in
Egal ob Sie ein junges Kätzchen oder einen Katzenopa Ihr eigen nennen, eine Katze mit Harnsteinen oder einen übergewichtigen Kastraten, für beinahe jede Situation und jedes “Problem” gibt es heute ein speziell abgestimmtes
Bei der Zubereitung müssen bei den einzelnen Nahrungsmitteln einige Dinge berücksichtigt werden. So muss Schweinefleisch gekocht werden, weil hier die Gefahr der Krankheitsübertragung besteht, zum Beispiel der immer tödlich verlaufenden Aujeszkyschen Krankheit oder der Toxoplasmose. Außerdem können Parasiten oder Salmonellenerreger aufgenommen werden. Leber darf nicht ausschließlich verfüttert werden, da dies zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen kann. Die Folge davon sind zum Beispiel Knochenverformungen und Verkrüppelungen. Auch sollten keine Geflügelknochen verfüttert werden, da diese splittern und sich im Maul einspießen können.