Woran erkennt man gutes Katzenfutter?
Montag, den 1. März 2010Viele Katzenfreunde sind verunsichert. Was muss im Katzenfutter drin sein, was darf nicht in der Katzennahrung enthalten sein? Ist Rohfaser gut und Rohasche in der Analyse schlecht? Was muss in der Zusammensetzung stehen? Wir bringen etwas Licht ins Dunkle!
Nebenerzeugnisse: Nebenerzeugnisse sind alle tierischen Erzeugnisse neben dem eigentlichen Muskelfleisch. Katzen benötigen neben Muskelfleisch auch eine Versorgung mit gewissen Innereien wie Herz und Leber, um den Bedarf an vielen Vitaminen zu decken. Andere Nebenerzeugnisse wie Hirn, Federn oder Fell benötigen sie dagegen nicht. Umso besser, wenn auf der Futterdose genau aufgeschlüsselt ist, was im Napf landet! Begriffe wie “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” dagegen lassen Katzenfreunde oft im Dunklen tappen und können oft minderwertige Futterbestandteile verbergen.
Rohasche: In vielen Trockenfuttersorten findet sich in der Deklaration der so genannte “Rohasche”-Gehalt. Doch was ist das? Bei Rohasche handelt es sich um den nicht verbrennbaren, anorganischen Anteil einer Nahrung, also der Gesamtgehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen im Katzenfutter. Der optimale Rohascheanteil im Katzenfutter liegt zwischen 4 und 7% - darunter ist es schwierig, eine ausreichende Mineralienversorgung sicher zu stellen, darüber liegende Anteile weisen oft auf eine Verunreinigung des Futters hin.
Rohfaser: Rohfasern sind nicht verdauliche pflanzliche Bestandteile der Nahrung. Sie kurbeln die Verdauung an. Je höher der Rohfaseranteil der Katzennahrung, desto höher ist auch die Kotmenge! Oft verstecken sich hinter dem Begriff “Rohfaser” aber auch minderwertige Pflanzenbestandteile, die die Nieren belasten können.
Rohprotein: Proteine unterstützen den Körperaufbau und die Aufrechterhaltung von körpereigenem Protein und Muskelmasse. Dennoch weist ein hoher Proteingehalt im Futter nicht unbedingt auf hohe Qualität hin: Die Berechnung des Rohproteingehalts eines bestimmten Futters erfolgt aus einer chemischen Analyse des enthaltenen Stickstoffanteils. Hierbei werden alle Stickstoffverbindungen einberechnet, unter anderem auch nicht eiweißhaltige Substanzen - Eiweißträger können tierische als auch pflanzliche Eiweißverbindungen und sogar Nebenprodukte Federn, Klauen oder Knochen sein.
Wer seiner Katze etwas Gutes tun will, sollte also nicht nur auf die Analyse des Katzenfutters schauen, sondern auch auf die Zusammensetzung: Steht Fleisch an der ersten Stelle, ist Fleisch der mengenmäßig größte Bestandteil des Futters. Noch besser, wenn unter den ersten vier Zutaten hochverdauliche Eiweißlieferanten wie Huhn, Hühnerleber, Lamm oder Truthahn stehen. Ist das Katzenfutter frei von künstlichen Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffen, ist es noch hochwertiger und auch für empfindliche Katzen zu empfehlen. Eine geringe Fütterungsmenge deutet auf eine hohe Energiedichte und Verdaulichkeit des Katzenfutters hin - die Katze erhält auch bei geringer Futtermenge alles, was sie braucht. Die Kotmenge nimmt ab.
Wir wünschen guten Appetit! ![]()