Als Menschen sind wir gesetzlich verpflichtet, immer unseren Personalausweis bei uns zu haben. So können wir im Fall der Fälle jederzeit identifiziert werden. Ähnliches gilt für Hunde bei der Steuermarke. Diese müssen sie - so will es zumindest die Gemeinde - immer am Halsband tragen, denn daran ist zu erkennen, dass das Tier angemeldet ist. Doch reicht das?

Ein Garant für die sichere Identifizierung unseres vierbeinigen Freundes ist das leider nicht. Auch Hundemarken, Metallkartuschen oder sonstige Behältnisse fürs Halsband mit Namen und Adresse des Besitzers nützen unter Umständen nicht viel. So zum Beispiel, wenn das Tier in die Hände eines Hundefängers gerät. Sicherer sind da Tätowierungen oder Mikrochips.

Tätowierung

#BILD:9135:r#Die Tätowierung wird am Innenohr oder an der Innenseite des Oberschenkels angebracht. Anders als Hundemarken kann sie nicht verloren gehen oder von Fremden entfernt werden. Wichtig ist, sie erst beim ausgewachsenen Hund anbringen zu lassen, da die Ziffern infolge des Wachstums sonst unleserlich werden können. Außerdem sollte die Nummer in einem zentralen Haustierregister erfasst sein.

Die Chance, vermisste Hunde unter solchen Voraussetzungen zurückführen zu können, ist sehr hoch. Allerdings kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass der Nummerncode durch dunkle Hautfärbung und Verblassen mit der Zeit unleserlich wird oder schlimmstenfalls manipuliert werden kann. Da der Vorgang an sich für die Tiere schmerzhaft ist, sollten Sie ihn in jedem Fall von einem Fachmann durchführen lassen - am besten direkt von Ihrem Tierarzt.

Mikrochip

#BILD:6425:l#Die neueste und derzeit zweifelsfrei beste Lösung zur Kennzeichnung von Hunden bietet der Mikrochip bzw. Transponder. Er ist etwa so groß wie ein ungekochtes Reiskorn und steckt in einer Kapsel aus Bioglas. Diese wird vom Tierarzt mit einer Spritze am Hals des Hundes unter die Haut injiziert, wo sie schnell mit dem Gewebe verwächst und ein Leben lang verbleibt. Der Eingriff ist für das Tier nahezu schmerzfrei und ruft keinerlei Irritationen im Körper hervor. Bereits sechs Wochen alte Welpen können einen Mikrochip eingesetzt bekommen.

Der 15-stellige Code auf dem Chip wird nach der Injektion in den Impfpass eingetragen und beim Tierarzt hinterlegt. Veterinäre, Tierheime, zahlreiche Verbände und Zollstationen verfügen über entsprechende Scanner, mittels derer sie den Code ablesen können. Ist dieser bei einer oder besser noch mehreren Registrierstellen eingetragen, kann die Identität des Hundes schnell ermittelt und der Vierbeiner schon bald seinem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden.

Registrierstellen Deutschland (Registrierung kostenlos):

Registrierstellen Österreich:

Internationale Registrierstelle (Kosten DM 20,-):

Artikel von Didi Thormann
Fotos: Bianca Knoche; Virbac Tierarzneimittel GmbH

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